Lüneburger Gesundheitstag 2020

VER-RÜCKTE Arbeitswelt – Zum Umgang mit psychischen Belastungen


Der 8. Lüneburger Gesundheitstag widmet sich als Zoom-Online-Veranstaltung am 30. September 2020 von 10 bis 12.30 Uhr psychischen Belastungen am Arbeitsplatz.
Emotionale Erschöpfung bei der Arbeit umfasst eine Vielzahl unterschiedlicher Einflüsse. Termindruck, ein hohes Stress-Level und kritisches, zum Teil sogar gewaltorientiertes Kundenverhalten beanspruchen die körperlichen und emotionalen Ressourcen ebenso wie die psychische Belastung durch Homeoffice. Die Folgen für die Betroffenen sind enorm. Im ungünstigen Fall können sich die Beschwerden zu chronischen Krankheiten verfestigen. Folgen sind Arbeitsunfähigkeit, ggf. Berufsunfähigkeit und Frühverrentung, häufig Suchtprobleme und gestörte soziale Beziehungen.
Wie sehen Krankheitsbilder aus und welche Zusammenhänge beeinflussen den Krankheitsverlauf und die Genesung? Was sind die Gründe für die hohen Belastungen und die daraus entstehenden Erkrankungen bei der Arbeit?
Wir laden Sie herzlich ein, von unseren Expert*innen der Psychiatrischen Klinik Lüneburg und der Loewe-Stiftung, von Arbeitswissenschaftler*innen und Wirtschaftspsycholog*innen, Arbeitgebern und betroffenen Arbeitnehmer*innen wichtige Impulse über psychische Belastungen, Präventionsmaßnahmen und Unterstützungsmöglichkeiten zu erhalten und Ihnen Fragen zu stellen.
Merken Sie sich den Termin gerne schon vor. Nähere Details zur Anmeldung folgen in Kürze.

Programm:

10.00 Uhr
Begrüßung

10.10 Uhr
Interview
mit Dr. med. Marc Burlon, Ärztlicher Direktor Psychiatrische Klinik Lüneburg (PKL), über Krankheitsbilder, Ursachen, Verläufe & Heilungsmöglichkeiten psychischer Krankheiten.

Was sind typische Arbeitsbelastungen, die Menschen krank machen? Wie erkenne ich als Kolleg*in, Personaler*in oder Arbeitgeber*in, wenn es einem Mitarbeiter/ einer Mitarbeiterin psychisch nicht gut geht, und wie verhalte ich mich im Ernstfall richtig? Wieviel Prozent psychisch erkrankter Arbeitnehmer*innen kehren an den Arbeitsplatz zurück, und bleiben sie in der Regel stabil?

10.35 Uhr
Kurzvortrag
von Prof. Dr. Silke Surma, Arbeits- und Organisationspsychologin der Hochschule für Oekonomie und Management (FOM). Frau Surma spricht über psychische Belastungen im Umgang mit schwierigen Kunden und illustriert Lösungsansätze, um die Belastung von Mitarbeiter*innen zu reduzieren, die kritischem Kundenverhalten ausgesetzt sind.

Belastendes Kundenverhalten allein macht nicht unweigerlich krank. Erst wenn Mitarbeiter*innen kritische Situationen nicht mehr bewältigen können, steigt die Wahrscheinlichkeit an einem arbeitsbedingten Erschöpfungszustand zu erkranken. Auf die Bewältigungskompetenz im Umgang mit kritischen Kundenkontakten können Unternehmen gezielt Einfluss nehmen, indem sie das Unterstützungspotenzial des Teams, der Führung, der Organisation sowie die individuellen Kompetenzen der Mitarbeiter*innen analysieren und daran anschließend gezielte Maßnahmen ableiten.

11.25 Uhr
FORUM
„Psychische Belastungen durch Arbeit: Ursachen, Auswirkungen und Lösungsmöglichkeiten“
Kurzvortrag und Gesprächsrunde mit Dr. Christiane Perschke-Hartmann, Institut für interdisziplinäre Arbeitswissenschaft, Leibniz Universität Hannover, und Katja Puhlmann, Geschäftsführerin der Loewe-Stiftung Lüneburg, über Zusammenhänge psychischer Krankheiten und hoher Arbeitsbelastung.

Erkrankungen durch psychische Belastungen sind weiter auf dem Vormarsch, die Zahl der Krankheitstage nimmt stetig zu. Warum ist das so und wie kann Abhilfe geschaffen werden? Welche Möglichkeiten zur Stabilisierung psychisch erkrankter Menschen gibt es, um psychisch erkrankte Mitarbeiter*innen wieder eingliedern zu können.

12.15 Uhr
Diskussionsrunde & Netzwerken
Der Lüneburger Gesundheitstag wird vom Arbeitgeberverband Lüneburg-Nordostniedersachsen e.V., DGB Region Nord-Ost-Niedersachsen, Handwerkskammer Braunschweig-Lüneburg-Stade, Industrie- und Handelskammer Lüneburg-Wolfsburg und dem Überbetrieblichen Verbund Lüneburg.Uelzen organisiert.
Zur Allianz für Fachkräfte Nordostniedersachsen zählen die Industrie- und Handelskammer Lüneburg-Wolfsburg, die Handwerkskammer Braunschweig-Lüneburg-Stade, der Arbeitgeberverband Lüneburg-Nordostniedersachsen, der DGB Region Nord-Ostniedersachsen, aber auch die regionalen Arbeitsagenturen Lüneburg-Uelzen und Celle, die regionalen Hochschulen Leuphana und Ostfalia sowie die Landkreise Lüneburg, Harburg, Uelzen, Lüchow-Dannenberg, Heidekreis und Celle.